region251856.jpg

Naturpark Pöllauer Tal

Realisierung einer Klimaschutzvorzeigeregion in Ostösterreich durch ein aufeinander abgestimmtes Maßnahmenbündel mit großem Aufwand-Nutzen-Verhältnis zusammen mit einem umfassenden Partizipationsprozess

Besonderheiten: Kleinregion versteht sich als eine Einheit (langjährige Kooperationen in zahlreichen Bereichen; gemeinsame Geschichte / Tradition); ländlich strukturierte Kleinregion, (sub)alpines Hügelland, hohe Intensität an Naturpark- und Klimaschutzmaßnahmen (seit 26 Jahren), hoher Land-/Forstwirtschaftsanteil, hohes Ressourcenpotenzial

facebook

Beteiligte Gemeinden: Pöllauberg, Pöllauberg


Nord-Oststeiermark Modellregion seit 2012 Region befindet sich in der Weiterführungsphase 1 124,7 km² 8136 EinwohnerInnen Website der Modellregion Modellregions-ManagerIn:
DI Stefan Käfer
Ziele
  • Im Naturpark Pöllauer Tal soll DIE Klimaschutzregion der Oststeiermark etabliert werden.
  • (Kommunale) Vorzeige-/Leuchtturmprojekte von Klimaschutz- und nachhaltigen Energiemaßnahmen sollen umgesetzt werden, wobei die kommunalen Einspareffekte eine Reduktion von 10 % bringen sollen.
  • E-Fahrzeuge und deren Infrastruktur sollen zur Verfügung gestellt werden.
  • Einschlägige Naturpark-Ausstellungen und Veranstaltungen sollen durchgeführt werden.
  • Schauanlagen von nachhaltigen Energietechnologien (KlimaschutzSCHAUstraße) sowie Lehr- und Wanderpfade sollen bereit gestellt werden.
  • Fahrgemeinschaften sollen gegründet werden.
  • Mindestens 200 kWp an Photovoltaik sollen installiert werden.
  • Der regionale Stromverbrauch soll um 5 % reduziert werden.
  • Einkaufsgemeinschaften zu unterschiedlichen nachhaltigen Technologien sollen eingerichtet werden (E-Bikes/Fahrzeuge, Photovoltaik, hocheffiziente Regelpumpen, Biomassekessel bzw. Kesseltauschaktionen et al.)
  • Der aktuelle Einsatz fossiler Energieträger zur Wärmebereitstellung soll um mindestens 10 % reduziert werden.
  • Eine Energiebuchhaltung soll in allen öffentlichen Gebäuden eingeführt werden.
  • Energieberatungen für Betriebe und Private sollen initiiert werden.
  • Ein Biomasselogistik- und -vermarktungskonzept in Kooperation mit den steirischen Biomassehöfen bzw. dem Waldverband soll zur Verfügung gestellt werden.
  • Der Einsatz von (Mirko)-KWK (insbesondere bei Großverbrauchern) soll analysiert werden.
Bereits durchgeführte Maßnahmen
  • Mitarbeit in der ARGE Naturparke Steiermark,
  • Touristische Zusammenarbeit beim Leitthema Rad,
  • Mitarbeit bei nachhaltigen Energiemaßnahmen im Netzwerk „Energieregion Oststeiermark“,
  • Klimaschutzaktivitäten im Rahmen der Stadtumland-Partnerschaft mit der Energieregion Weiz-Gleisdorf,
  • Betriebliche Agenda 21: Ökologische Landentwicklung (ÖLE) der Wirtschaft,
  • Gesunde Gemeinde: ÖLE der Freizeit, der Umwelt und des Sozialbereiches,
  • Mitarbeit in der Lokalen Agenda 21,
  • Biodieselinitiative,
  • Revitalisierung Saifenbach,
  • als Leaderregion „Oststeirische Kern-land“ werden nachhaltiger Konsum, soziale Ökologie und die Vermeidung von Umweltschäden gemeinschaftlich adressiert,
  • Durchführung des Forschungsprojektes Biodiversität („Lebensvielfalt"; von 2001 - 2004), welches umfassende naturwissenschaftliche Grundlagendaten über die Lebensraumausstattung oder das Arteninventar sowie neue Impulse lieferte,
  • Biomasse- bzw. Wärmeliefergemeinschaften,
  • Klimaschutzaktivitäten im Rahmen des Naturparks.
Geplante Maßnahmen

Maßnahmen im Bereich des Wohnens (Unterstützung von Energieplus-Bauten, Dämmen von Gebäuden und Austausch von alten Fenstern; Raumplanung entsprechend gestalten: Kurze Wege durch gezielte Betriebsansiedelung schaffen; Energiebuchhaltung für die Kleinregion; kontinuierliche Verbesserung der Dämmwerte der Gebäude; Austausch von veralteten und stark Energie verbrauchenden Geräten; Minderung von Emissionen; Forcieren von energieeffizienten Bauweisen; Ermöglichung von Baugebiete nur in klimatisch begünstigten Lagen);


Maßnahmen im Bereich Arbeiten und Verkehr (Fahrgemeinschaften, Mitfahrbörsen, Fahrzeuge mit alternativen Antrieben / Treibstoffen einsetzen; es sollen Regionalität & lokale Bio-Lebensmittel bei den lokalen Nahversorgern forciert werden; erdölfreier Asphalt bei Straßenbauvorhaben; Spritfahrtraining für Fahranfänger und Fortgeschrittene; kommunale Förderung für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben (Elektrofahrräder, Hybridautos,…); Spritspartage, Autofreie Tage,…; im Bereich Energie, Landschaftspflege, Tourismus, Abfallverwertung u. ä. sollen sog. Green Jobs entwickelt werden, indem durch verstärktes Bewusstmachen die regionalen Landwirten und Gewerbetreibenden einen lokalen Markt für ihre Erzeugnisse schaffen können);
 

Maßnahmen im Bereich Erholung und Sicherung des Erholungsraumes (Schaffung von Schauanlagen und Vorzeigeobjekten im Erholungsraum; Schutz und Pflege des Landschaftsbildes; Schutz des Bodens, von Flora und Fauna und Schutz des Wassers durch Bio-Landwirtschaft und umweltschonende Raumplanung; Minderung der Luftschadstoffe; der Ausstoß von Treibhausgas soll minimiert werden; eine Verwaldung zu Lasten des Landschaftsbildes ist nicht vorgesehen, doch soll der Anteil an Waldflächen, insbesondere in den Schatten- und Steillagen der Kleinregion keinesfalls verringert werden);
 

Maßnahmen im Bereich Bildung (die Naturparkschulen sollen verstärkt eingebunden werden und als Multiplikatoren bei der Umsetzung der erarbeiteten Ziele tatkräftig mit helfen; jährliches Bildungsbudget für Energiesparmaßnahmen und Klimaschutz; projektrelevante Schulprojekte sollen initiiert werden);


Maßnahmen im Bereich Ver- und Entsorgung (Umstellen auf erneuerbare Energieformen beim Heizen bzw. Fernwärme; Stromversorgung auf Ökostrom umstellen bzw. Förderung von Photovoltaikanlagen; zusätzliche Gemeindeförderungen für erneuerbare Energieformen für private Haushalte; Optimierung Beleuchtungen; zentrale Bereitstellung von Biomasse; Initiierung von Nahwärmeprojekten; Ausbau von Kleinwasserkraftanlagen; Energiesparlampen- und -geräteförderaktionen für Haushalte und Gewerbe; Verwendung von Umweltschutzpapier; die Gemeinden planen gemeinsam eine solare Klärschlammtrocknung; Erfolgs-Bürgerbeteiligungsmodelle für Photovoltaik werden angestrebt; der Energiebedarf kommunaler Einrichtungen soll wesentlich gesenkt werden; die Energieversorgung soll zunehmend aus nachwachsenden heimischen Rohstoffen erfolgen; Solarthermie für die Warmwasserbereitstellung der Sportanlagen / Stadion durch Autonomisieren von Vereinen forcieren
 

Maßnahmen im Bereich Bewusstseinsbildung & Kommunikation (Informationsfluss zur Bevölkerung verstärken; Bildung von Arbeitsgruppen (Wirtschaft, Mobilität, Heizen,…) mit Einbeziehung der Bevölkerung und Wirtschaft; das Umweltbewusstsein und die Eigenverantwortlichkeit der Bevölkerung der Kleinregion sollen durch eine Informationsoffensive für technische Maßnahmen inkl. Förderberatung gestärkt werden; Forcierung eines Bürgerbeteiligungsprozesses für die gemeinsamen Ziele; Auslobung und Prämierung kleiner Wettbewerbe für Energie- und Umweltschutzmaßnahmen, mit dem Ziel den Einzelnen zu motivieren, selbst einen Beitrag zur Modellregion zu leisten; Erstellung von partizipativen Umsetzungsmodellen (PPP); Schaffung eines lokalen Informationszentrums der Modellregion; Energiebuchhaltung für sämtliche öffentliche Gebäude; Vorbildwirkungen bei öffentlichen Gebäuden und kommunalen Fahrzeuge hinsichtlich Energiesparen, nachhaltige Energiebereitstellung und Umweltschutz

Modellregions-ManagerIn

stefan_kaefer.jpg
DI Stefan Käfer

Verein Naturpark Pöllauer Tal


 43-3335-3740
 43-699-11101447  43-699-11101447
 klimaschutz@naturpark-poellauertal.at

Berufliche Laufbahn

Bachelorstudium „Umwelt- und Bioressourcenmanagement“ und Masterstudiengang „Angewandte Pflanzenwissenschaften“ an der Universität für Bodenkultur in Wien. Mitarbeit bei diversen Projekten im Büro des Vereins Ökoregion Kaindorf.


Ort
Schlosspark 50, 8225 Pöllau
Öffnungszeiten
Mi 15-18 Uhr und Do 9-12 Uhr, sowie jederzeit nach Vereinbarung

„Die Stärkefelder des Naturparks Pöllauer Tal sind KLIMASCHUTZ und BÜRGERMOBILISIERUNG, welche mit Schwerpunkt-Aktionen in den Bereichen Wohnen, Arbeiten & Verkehr, Erholung, Bildung, Ver- & Entsorgung sowie Bewusstseinsbildung & Kommunikation, verbunden mit einem umfassenden Partizipationsprozess bestmöglich verwertet werden sollen.“