Radwegeausbau Schwarzautal

Laut Verkehrsklub Österreich sind 50% der Autofahrten kürzer als 5 km. Oft könnten diese mit dem Rad zurückgelegt werden: zur Schule, zum Sportplatz, zum Einkaufen, zur Arbeit. Dafür sind sichere Radwege und Abstellplätze wichtig. Ein Alltags-Radverkehrs-Konzept wurde erstellt. Die Hauptradrouten werden blau und Nebenrouten weiß markiert. Im Mischverkehr werden Autofahrer gebeten besonders Rücksicht zu nehmen. Sechs neue Radständer wurden an wichtigen Orten montiert und ein begrünter, überdachter Radabstellplatz mit E-Bike-Ladestellen wurde an der Bushaltestelle errichtet. 2025 wird der Straßenerhaltungsdienst mit einem Lehrlingsprojekt den Radweg mit Anschluss zu einem Supermarkt ergänzen. Beim Mobilitätsfrühstück werden die Ergebnisse der Bevölkerung präsentiert.

Projektinhalt und Ziel

Das Ziel ist die Umsetzung eines umfassenden Radverkehrskonzeptes in der Marktgemeinde Schwarzautal mit Markierungsarbeiten, Radabstellanlagen, Lückschluss Radweg und Öffentlichkeitsarbeit.

Projektablauf

Im Vorfeld erfolgte eine umfassende inhaltliche und auch budgetäre Planung. Danach wurden die Genehmigungen eingeholt. Im nächsten Schritt erfolgte die Umsetzung der Maßnahme, flankiert von Presse- bzw. Öffentlichkeitsarbeit zur Bewerbung. Die Vorlaufzeit betrug mehr als 1 Jahr, wobei auch entsprechende Verkehrs- und Planungsexperten einbezogen wurden.

Angabe / Abschätzung der Kosten in EUR

Die Kosten der Maßnahme beliefen sich auf 66.250 EUR.

Nachweisbare CO2 Einsparungen in Tonnen

Es wird angenommen, dass durch dieses Vorhaben jährlich mind. 50.000 km an Automobilität substituiert wird. Der durchschnittliche Wert der CO2 -Emissionen nach dem „Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure“ (WLTP) je Pkw wird mit 112,2 g/km angenommen[1], wodurch mit dieser Maßnahme 5,61 t CO2 eingespart werden konnten.

[1] https://www.bmk.gv.at/themen/mobilitaet/co2_monitoring/pkw.html#:~:text=Der%20durchschnittliche%20Wert%20der%20CO2,um%203%2C5%20%25%20gesunken.

Projekterfolge (Auszeichungen) / Rückschläge in der Umsetzung

Die Projektziele konnten alle erreicht werden. An Wettbewerben wurde mit der Maßnahme nicht teilgenommen. Das Projekt wurde jedoch auf zahlreichen KEM- und Gemeindemedien verteilt und somit auch der Bevölkerung vorgestellt. Die Bewohner:innen haben das Projekt sehr gerne angenommen. Probleme oder Hindernisse gab es keine.

Nachhaltige Perspektiven

Besonders gut gelaufen ist die Zusammenarbeit zwischen allen Stakeholdern, Experten und der KEM. Das Vorhaben zeigt, wie eine Radwegeausbau in Zeiten beschränkter Budgetmittel erfolgreich umgesetzt werden kann. Es sind auch Folgeaktivitäten zur Nutzung des Radweges sowie hinsichtlich der weiteren Bewerbung angedacht. Besonders achten sollten andere Gemeinden darauf, dass der Radwegausbau exakt auf die Bedürfnisse der Nutzer abgestimmt ist – dabei helfen Rad-Befahrungen mit der Bevölkerung.

Modellregions-Manager

Wolfgang01 cKlimafondKrobath
Kubassa Wolfgang

     43-699-10211352
     klima@gabersdorf-schwarzautal.at

Berufliche Laufbahn

HTL-Bautechniker
Akademischer Trainer und Berater (Uni-Wien)
Systemischer Coach (Wifi)
Changemanagement-Berater (Neuwaldegg)
kommunaler Klimaschutzbeauftragter (Klimabündnis, Land Kärnten)
Energieberater nach ARGE EBA i.A. (Wifi-Steiermark)


Ort
Gabersdorf
Öffnungszeiten
Montag und Dienstag je 8-12 Uhr, Termine auch nach Vereinbarung

"Radeln macht gute Laune und hält fit! Das Projekt ist ein besonders gelungenes Beispiel für eine Klimaschutzmaßnahme, welche einen wesentlichen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen ermöglicht und auch gesundheitliche Aspekte berücksichtigt. Somit ist das Vorhaben eine Win-Win-Situation für alle."