Ein Pilotprojekt mit Near-Real-Time-Daten von Mobilfunkbetreibern für 14 POIs wurde gestartet und umgesetzt. Folgende Informationen werden geladen: Besuchertypen, Übernachtungsregion, Soziodemografischen Daten, Herkunft nach Postleitzahl und Länder, Verweildauer. Die Echtzeitdaten (Zeitstempel, Anzahl der Besucher) werden u.a. in der Bäderampel und Auslastungsmonitor bereitgestellt.
Ziel ist es, mit dem Projekt die Verkehrssituation rund um den Attersee zu beruhigen und in sensiblen Regionen (zB Naturpark) die Schäden in Grenzen zu halten und auch die Störung der Wildtiere zu reduzieren.
Im nächsten Schritt wird ein Prognosemodell für die Entwicklung der Auslastung für den Zeitraum der nächsten Stunden umgesetzt. Auf Basis von historischen Daten wird eine Berechnung vorgenommen, damit eine Vorhersage der Besucherentwicklung getroffen werden kann. Dies erhöht nochmals den Nutzen der Auslastungsdarstellung, da Gäste ihre Tagesplanung dahingehend anpassen können.
Projektstart Anfang 2023
Inbetriebnahme: 01.07.2024: Die Version 1 des Dashboards für die historischen Daten (bis jeweiligen Vortag) wird diese Woche finalisiert und hat folgenden Umfang je POI: Tagesdaten; Stundendaten (Tagesverteilung); Demographische Daten (Herkunft, Altersklassen)
Ab. August 2024: In der Version 2 werden zusätzlich dargestellt: Regionsdaten; Wiederkehrer (innerhalb eines Monats); Interaktionen (weitere besuchte POIs)
Parallel zum „historischen“ Dashboard werden auch die Echtzeitdaten integriert und .u.a. in den Auslastungsmonitor OÖ und in die Bäderampel angezeigt.
Ansprechpartner: Helmut Auerbach, Stv. Obmann KEM Verein
Beteiligte: Die BGM der beteiligten Gemeinden, Leader Verein, Bundesforste und Tourismusverband (neben der KEM)
Gesamtkosten: ca. 40 TEUR
Eigenmittel der KEM (Sachkosten): ca. 22 TEUR
Nicht messbar
Ergebnisse werden in Auslastungsmonitor OÖ und in die Bäderampel angezeigt.
In Gemeindezeitungen, Aussendungen KEM, KEM Website, Aussendungen Naturpark
Die Zusammenarbeit der Projektbeteiligten ist gut gelaufen – es braucht aber einen „hartnäckigen“ Projektleiter.
Diese Form der Besucherlenkung kann für jede Gemeinde mit einem gewissen touristischen Aufkommen relevant sein.
Weitere positive Effekte: Schutz Naturpark und Wildtiere
"Neben der Anbindung der Kassensysteme der Gemeindebäder und der Parkplatzauslastung wird mit diesem Projekt ein weiterer wesentlicher Baustein zur Besucherlenkung rund um den Attersee ergänzt.
Eine Verkehrsregelung wie zB Einbahnregelung rund um den Attersee (zumindest in der Hochsaison) ist derzeit auf kommunaler Ebene undenkbar - zu unterschiedlich sind die Vorstellungen der einzelnen Gemeinden. Aufgrund der zum Großteil sehr beengten Lage ist auch ein Aus- bzw. Umbau der aktuellen Straßen nicht möglich. Somit ist die Stoßrichtung die Besucher frühzeitig zu lenken der beste Weg die Verkehrssituation rund um den Attersee zu beruhigen und ein wesentlicher Beitrag hinsichtlich Klima- und Energieeffizienz."