Interkommunale Grünschnittkompostierung

Die Schließung des regionalen Kohlenstoffkreislaufs sowie die Stärkung biogener CO2-Senken sind seit Beginn der KEM-Südkärnten ein wesentliches Handlungsfeld! Die Gemeinde installiert eine Sammelstelle, der Betreiber - ein Biolandwirt aus der Region/Gemeinde - baut mit dem erzeugten Kompost der Grünschnittkompostierung auf seinen Ackerflächen erfolgreich Humus auf. 1.Step: eine Feldrandkompostierung. 2.Step: Errichtung einer Grün- und Astschnitt Kompostieranlage unter Einbindung einer weiteren Gemeinde, mit KEM und LEADER.

Modellregion:
Südkärnten

Ansprechperson:

Reinhard Schildberger
004366473026986
Projektinhalt und Ziel

Klar definiertes Ziel des Projekts ist die Stärkung der CO2-Speicherung und des regionalen Kohlenstoffkreislaufes mit einer gemeindeübergreifenden Grün- und Astschnittkompostierung. Die Schließung des regionalen Kohlenstoffkreislaufs sowie die Stärkung biogener CO2-Senken sind seit Beginn der KEM-Südkärnten ein wesentliches Handlungsfeld!  1 Projekt in der WF-Phase II war die Einführung einer Feldrandkompostierung mit der Gemeinde Eberndorf, einem Bio-Landwirt, dem Verein Regionalentwicklung Südkärnten und der KEM-Südkärnten. In der WF-Phase III startete das Projekt Kompostieranlage für Ast- und Grünschnitt mit einem LEADER Projekt, welches in der Weiterführungsphase IV fertiggestellt wurde und im Normalbetrieb läuft.

Humusaufbau bedeutet Speicherung von Kohlenstoff, d.h. die CO2-Bilanz und damit der Klimaschutz werden verbessert.

Projektablauf

Der Projektstart erfolgte mit der Beauftragung des Ing.-Büros ARCHI NOAH in Zusammenarbeit mit Florian Amlinger – Experte für Kompostierung. Die Aufgabe der KEM war es in diesem Projekt den Einstieg in dieses Projekt, in Form der Abfallrechtlichen, technischen und juristischen notwendigen Genehmigungen für die Errichtung der gemeindeübergreifenden Grünschnittkompostierung, mit einem fachkundigen Büro durchzuführen.

Angabe / Abschätzung der Kosten in EUR

Die Projektkosten konnten im Rahmen der Maßnahme (Prüfung und Klärung der Abfallrechtlichen Komponente) abgedeckt werden. Es hat sich in diesem Projekt eine Kooperation mit der LAG-Unterkärnten ergeben und mit einem LEADER-Projekt umgesetzt werden

Projekterfolge (Auszeichungen) / Rückschläge in der Umsetzung

Es hat anfangs Hindernisse puncto Bevölkerung/Anrainer gegeben, die Unklarheiten konnten aber mit Gesprächen und einer Veranstaltung mit Bürgerbeteiligung in der Gemeinde beseitigt werden. Die größte Schwierigkeit bei der Umsetzung solcher Maßnahmen ist es, die Zustimmung der Gemeinde, den Anrainern und der Behörde zu erreichen. Deshalb ist es wichtig hier Experten miteinzubeziehen und das Projekt gut vorzubereiten. Der Vorteil bestand auch darin, dass der MRM aus dem Bereich Abfallwirtschaft kommt.

Nachhaltige Perspektiven

Ein großer Teil des Gras- und Astschnittes wird jetzt am Bauhof geordnet gesammelt und in dieser Kompostierung von einem nahegelegenen Bio-Landwirt zu Humus verarbeitet (landet somit nicht wie so oft in Waldlichtungen). Die gute Zusammenarbeit mit Gemeinde, Experten Büro, KEM und LAG hat sehr gut funktioniert und hat es möglich gemacht so ein Projekt umzusetzen.

Modellregions-Manager

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Schildberger Reinhard

     43-664-73026986
     reinhard.schildberger@lag-uk.at

Berufliche Laufbahn

RS ist Recycling- und Entsorgungstechniker, war 18 Jahre im Bereich Abfallwirtschaft & Recycling tätig

Seit 2014 beim Verein Regionalentwicklung Südkärnten im Bereich KEM & Klimaschulen, seit 2019

KLAR!- Manager und seit September 2020 Manager KEM & KLAR! – Südkärnten.


Ort
Völkermarkt
Öffnungszeiten
08:30 – 16:30

"Die dezentrale landwirtschaftliche Kompostierung hat gegenüber zentralen Lösungen große Vorteile: - Stoffkreisläufe werden regional geschlossen. Kompost wird erzeugt und auf Flächen aufgebracht, wo er am dringendsten benötigt wird (Humusaufbau auf Äckern), - Humusaufbau bedeutet Speicherung von Kohlenstoff, d.h. die CO2-Bilanz und damit der Klimaschutz werden verbessert, - humusreiche Böden speichern Wasser und tragen somit zur Stabilisierung des Wasserhaushalts in Dürreperioden und bei Starkregen (Verminderung von Hochwasserspitzen) bei, - Humus ist Garant für den Erhalt der natürlichen Bodenfruchtbarkeit und ein guter Schutz vor Erosion. Gras- und Astschnitt verrottet nicht im Wald oder auf Wiesen."