3 tägiges Solarcamp in der Mittelschule Passail

Das Klimabündnis Steiermark hat gemeinsam mit der KEM ein Solarcamp in der Mittelschule Passail initiert, geplant und durchgeführt. Die Schüler:innen haben dabei in Theorie- und Praxiseinheiten und einer Exkursion viel über Erneuerbare Energieträger und Energieeffizienz gelernt. Der gemeinschaftlich gebaute thermische Solarkollektor mit ca. 15m² Absorberfläche wird in der Gemeinde den Bauhof, Kindergarten und Wohnungen mit Solarenergie versorgen.

Projektinhalt und Ziel

Die KEM-Maßnahme 1 - „Lass die Sonne scheinen!“ hat das Ziel die Sonnenenergie in all ihren Formen zu nutzen.

Gerade die Solarthermie zeigt in ihrer Anwendung eine hohe Effizienz, wurde aber durch die Photovoltaik etwas „verdrängt“. Im Camp wurde gezeigt dass es beide Technologien braucht um die Energiewende zu schaffen.

Ziel des Projektes ist es, die Schüler:innen und Pädagog:innen der ganzen Schule für die Themen globaler Klimawandel, erneuerbare Energie und nachhaltige Energiewirtschaft in erlebnisorientierter Art und Weise, sowohl während des Solarcamps, aber auch darüber hinaus, zu sensibilisieren. Umfangreiche fächerübergreifende Lehrmaterialien zu den genannten Themenbereichen wurden zur Verfügung gestellt.

Projektablauf

Vorstellung der Idee bei den Stakeholdern im Sommer 2023 und Kontaktaufnahme mit dem Klimabündnis Steiermark und dem Land Steiermark (finanziert und im Rahmen der Klima- und Energieinitiative "Ich tu's – für unsere Zukunft" durchgeführt). Beginn der Planung im Frühjahr 2024 bei zwei Vor-Ort-Terminen mit den Pädagog:innen und dem Klimabündnis Steiermark.

Durchführung vom 12. bis 14. Juni 2024 in der MS Passail (59 Schüler:innen der vierten Klassen) in enger Kooperation mit der Energieagentur Weststeiermark. In diesen 3 Tagen wurde in einem umsetzungsorientierten Programm unter fachmännischer Anleitung eine thermische Solaranlage mit ca.15 m2 gebaut. Die Anlage wird in weiterer Folge für die klimafreundliche Warmwasseraufbereitung des Bauhofes, des Kindergartens, der Wohnungen und der Servicestelle Hohenau an der Raab sorgen. Rund um den Bau der Anlage erhielten die Schüler:innen durch verschiedene Workshops und eine Exkursion zu Energieschauplätzen in

Passail die Möglichkeit, ihr Wissen zum Thema Energie und Klima zu vertiefen. Durch den Bau der Solaranlage, durch Exkursionen und mittels fachkundiger Referate und Workshops bot das Camp ein breites Spektrum an Information und Aktion.

Die Solaranlage soll aber nicht nur zur Warmwasseraufbereitung dienen, sondern auch als Vorzeigeprojekt, um alle Beteiligten auf die einfache Nutzung von Sonnenenergie aufmerksam zu machen und zur Nachahmung zu motivieren. Weiters soll durch das Solarcamp auch das Interesse für die Arbeit im Sektor Erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit („Green Jobs“ und „Fachkräftemangel“) bei den Jugendlichen geweckt worden sein und ein Einblick in eine mögliche zukünftige Berufswelt konnte durch den MRM gegeben werden.

Angabe / Abschätzung der Kosten in EUR

Die Investitionskosten von ca. 25.000-30.000€ für das Solarcamp konnten zur Gänze vom Land Steiermark übernommen werden, für die KEM blieben nur kleine Bewirtungskosten übrig. Die Gemeinde Passail musste die Einbindung der gebauten Solaranlage mit ca. 10.000€ noch finanzieren.

Nachweisbare CO2 Einsparungen in Tonnen

Bei 15m² solarthermischer Anlage wurde eine CO2 Einsparung bei einer Betriebsdauer von 30 Jahre von ca. 60 Tonnen CO2 errechnet.

Quelle: https://blog.paradigma.de/co2-einsparungen-durch-solarenergie-in-deutschland-oesterreich-und-der-schweiz/

Projekterfolge (Auszeichungen) / Rückschläge in der Umsetzung

Die Projektinhalte wurden durch die KEM, das Klimabündnis und der Schule selbst (u.a. beim Abschlussfest mit ca. 300 Teilnehmer;innen) und einer eigenen Schulzeitung verbreitet. Das Projekt wurde in mehreren Medien präsentiert, aber bei keinem Wettbewerb eingereicht.

Gewisse Hürden gab es in weiterer Folge durch die hohen, nicht budgetieren „Anschluss-Kosten“ von bis zu 15.000€ vor Ort für die Gemeinde Passail.

Nachhaltige Perspektiven

Die MS Passail wird das Projekt und die Ergebnisse (Monitoring) in ihren jährlichen „Berufsorientierungs-Läufen“ miteinbinden. Bei der Job Rally im Naturpark Almenland (Besuch von Betrieben für Lehrlinge) soll der Kollektor in Zukunft miteingebunden, teils auch angeschaut werden.

Modellregions-Manager

029cFotoAndrea
Mag. Auer Martin

     43-03171-201
     43-664-8514441
     martin.auer@almenland.at

Berufliche Laufbahn

Individuelles Diplomstudium „Geoinformationstechnologie“ am Lehr- und Forschungszentrum Rottenmann, Seit 2004 in der Regionalentwicklung im Bereich Erneuerbare Energien & Energieeffizienz in der Oststeiermark tätig, zwischen 2010 bis 2015 in der Wirtschaft im Bereich Projektmanagement für Erneuerbare Energien & Energieeffizienz tätig.


Ort
Gasen
Öffnungszeiten
Generell zu den Gemeinde Öffnungszeiten, siehe www.gasen.at. Um telefonische Vereinbarung vorab wird gebeten!

„Ziel des Projektes war und ist es, die Schüler:innen und Pädagog:innen der ganzen Schule für die Themen globaler Klimawandel, erneuerbare Energie und nachhaltige Energiewirtschaft in erlebnisorientierter Art und Weise, sowohl während des Solarcamps, aber auch darüber hinaus, zu sensibilisieren. Denn die Sonne schickt uns in 1h so viel Energie auf die Erde, wie wir in einem Jahr verbrauchen – also nutzen wir sie! 😊“,