Mondseeland 01 panorama

Klima- und Energiemodellregion Mondseeland

Das Mondseeland ist stark vom Tourismus, einer geschichtsträchtigen und traditionsreichen Vergangenheit sowie einer klein strukturierten, sehr naturnahen Landwirtschaft geprägt. Die Region setzt des Weiteren intensiv auf eine nachhaltige Inwertsetzung, die Schaffung von Alleinstellungsmerkmalen und eine räumliche Vernetzung. Die regionale Identität soll durch Bemühungen und gesetzte Maßnahmen in den Bereichen Energie und Klimaschutz einen neuen Höhepunkt erreichen.

Die sechs Gemeinden der KEM Mondseeland befinden sich im oberösterreichischen Salzkammergut, einem landschaftlichen und historischen Kulturraum am Nordrand der Alpen. Alle sechs Gemeinden sind Mitglieder der REGMO, durch die Zusammenarbeit in der Regionalentwicklung entwickelte sich auch die Ferienregion Mondsee-Irrsee. Das Gebiet der Gemeinden erstreckt sich über eine Fläche von 1472,83 km². Die Bevölkerungsdichte beträgt 95/km².

Alle Gemeinden sind überwiegend ländlich bzw. landwirtschaftlich geprägt. Durch die Nähe zur Landeshauptstadt Salzburg und den attraktiven Lebensraum hat sich die Bevölkerung in der Region zwischen 2001 und 2013 mit einem Plus von 7,5 % sehr positiv entwickelt und liegt damit im Vergleichszeitraum deutlich über dem Landesdurchschnitt von Oberösterreich (+ 3,0%).

 

Beteiligte Gemeinden: Innerschwand am Mondsee, Oberhofen am Irrsee, St. Lorenz, St. Lorenz, Tiefgraben, Zell am Moos


Modellregion seit 2015 Region befindet sich in der Konzeptphase 14053 EinwohnerInnen Website der Modellregion Modellregions-ManagerIn:
Stefanie Mayrhauser
Ziele

logo kem_allgemein.pngDas Mondseeland ist stark von einer klein strukturierten, großteils sehr naturnaher Landwirtschaft geprägt, ersichtlich durch den weitgehenden Verzicht auf Silofütterung. Neben einer geringen Ackernutzung und einem Waldanteil von ca. 50 % herrscht die Grünlandwirtschaft vor, die aufgrund der Betriebsstruktur mit einem minimalen Einsatz an Handelsdünger und Pestiziden betrieben wird.

Die Region verfügt über eine hohe Anpassungsfähigkeit in Bezug auf Klimaziele – insbesondere durch vorhandene Ressourcen wie Sonne, Holz und Wasser im Bereich erneuerbarer Energie.

Im Rahmen der LES 2014-2020 der LAG FUMO, welcher die Mitgliedsgemeinden der KEM Mondseeland angehören, wurden im Rahmen einer SWOT Analyse folgende Entwicklungsbedarfe ausgearbeitet: Durch den global steigenden Energiebedarf und den ungebremsten Motorisierungstrend wird der Klimawandel begünstigt, der sich im Alpenraum besonders stark auswirkt. Europäische und nationale Strategien zur Reduktion bzw. Anpassung müssen auf regionaler Ebene berücksichtigt bzw. umgesetzt werden.

  • Forcierung und Förderung alternativer Energieträger sowie alternativer Mobilität
  • Effizienzsteigerung bei Energieverbrauch, Ressourceneinsatz und Mobilität
  • Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung der regionalen Bevölkerung – insbesondere durch die Umsetzung von Pilotprojekten im Bereich Klimaschutz durch die Gemeinden
  • Stärkung der Anpassungsfähigkeit der Region auf Folgen des Klimawandels – v.a. im Zusammenhang mit einem aktiven Naturraum – und Ressourcenmanagement
Geplante Maßnahmen

KEM Mondseeland - Energie

  • Steigerung des Anteils an PV-Anlagen in öff. Gebäuden, Betrieben, Haushalten
  • Aufzeigen unterschiedlicher Fördermöglichkeiten
  • Durchführung einer Solarpotentialanalyse als Pilotregion für das Bundesland OÖ
  • Revitalisierung von Kleinwasserkraftwerken (Beratung und Förderabwicklung)
  • Anzeigesysteme in öff. Gebäuden
  • Verschiedene Energieaktionen (Contests, Befragungen etc.)
  • Schaffung einer Energieberatungsstruktur in regelmäßigen Abständen vor Ort
  • Straßenbeleuchtung (Infoabend und Entwicklung einer gemeinsamen Strategie)
  • Öffentlichkeitsarbeit (Energiespartipps, Infoabende, Befragungen etc.)

KEM Mondseeland - Mobilität

  • Umsetzung des Masterplanes „FUMObil-Zukunft der Mobilität“ (detaillierte Analyse der gegenwärtigen Mobilitätssituation und Entwicklung neuer, umweltschonender Mobilitätssysteme)
  • Schaffung einer Solarroute (E-Bikesharing und E-Carsharing-Systeme)
  • Integrative Vernetzung aller Mobilitätssysteme
  • Etablierung von Testkorridorstrecken in der Region

KEM Mondseeland - Landwirtschaft und Tourismus

  • Lastprofilmessungen in Betrieben
  • Unterstützung von Betrieben bei der Planung und Errichtung von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energie
  • Einbindung touristischer und landwirtschaftlicher Betriebe in die Solarroute

KEM Mondseeland - Schule

  • Schaffung eines Workshop-Netzwerkes in der Region mit Dienstleistern und Produkten aus der Region (z.B. Upcycling, gesunde Jause)
  • Klimaschulenprogramm zu den Themen „Ernährung und Konsum“, „Lebensstil (ökol. Fußabdruck)“ und „Abfallwirtschaft“ (Antrag wurde genehmigt)
  • Entwicklung von Lehrmaterial zu einem der Themen „Ernährung und Konsum“, „Lebensstil (ökol. Fußabdruck)“ oder „Abfallwirtschaft“

Modellregions-ManagerIn

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Stefanie Mayrhauser

Verein zur Regionalentwicklung Mondseeland


 +43-6232-90303/1003
 +43-676-3000101  +43-676-3000101
 kem@dasmondseeland.at

Berufliche Laufbahn

2013 - 2015 Masterstudium Nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung an der Karl-Franzens-Universität Graz
2009 - 2013 Bachelorstudium Geographie an der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg
2016 März/April 2016 Grundkurs für Energieberater/innen beim OÖ Energiesparverband

Praxiserfahrung

  • LEADER Region Fuschlsee Mondseeland, LEADER Projektassistenz
  • Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen, Schutzgebietsbetreuung
  • Landesregierung, Abteilung Wasserwirtschaft, Abteilung Umweltschutz
  • Nationalpark Gesäuse, Fachbereich Naturschutz und Naturraum

Ort
Technoparkstraße 4, 5310 Mondsee
Öffnungszeiten
Mo-Do 08.00 Uhr – 15.00 Uhr, Fr 08.00 – 12.00 Uhr

„Mein Ziel als Managerin der KEM-Mondseeland wird es sein, die EinwohnerInnen der Region künftig auf nachhaltig wichtige Themen in ihrer eigenen Heimat aufmerksam zu machen. Es liegt mir sehr am Herzen, die Ortsbezogenheit und das Zugehörigkeitsgefühl der BewohnerInnen dieser Region steigern zu können. Insbesondere das Einbeziehen sämtlicher Zielgruppen, die Möglichkeit der direkten Mitbestimmung in regionalen Prozessen sowie der verstärkte Wunsch der Bevölkerung, die eigene Heimat für ihre Nachkömmlinge schützen zu wollen, sollen dazu beitragen.“