Fahrradinfrastruktur

In einem Kooperationsprojekt der Tourismusregionen „Millstätter See, Bad Kleinkirchheim, Nockberge“ und „Lieser- Maltatal“ sowie den Klima- und Energie-Modellregionen „Millstätter See“, „Nockberge und die Um-Welt“ „Feldkirchen, Himmelberg“ und „Lieser- Maltatal“ wurde ein Schwerpunkt dem Thema Fahrradinfrastruktur gesetzt. Aufbauend auf einen Infofolder wurden die Gemeinden, Institutionen und Betriebe bei der Beschaffung unterstützt. In der KEM Millstätter See wurden diese Maßnahmen von mehreren bewusstseinsbildenden Aktionen und Veranstaltungen begleitet.

Projektinhalt und Ziel

Vor Projektbeginn gab es eine große Nachfrage nach geeigneter Radinfrastruktur, insbesondere nach modernen Abstellanlagen und E-Ladestationen. In der riesigen Auswahl an Modellen und Leitfäden ist es jedoch schwierig, ohne Fachwissen eine geeignete Wahl zu treffen.

Aus diesem Anlass entstand ein Folder als Kooperation zwischen der Tourismusregion Millstätter See - Bad Kleinkirchheim - Nockberge und den Klima- und Energie-Modellregionen KEM Millstätter See, KEM Feldkirchen und Himmelberg, KEM Lieser- und Maltatal und KEM Nockberge und die Um-Welt.

Der Folder bietet eine Auswahl geeigneter Abstellanlagen und der wichtigsten Infrastruktur wie z.B. Servicestationen. Es konnte ein lokaler Anbieter gefunden werden, der eine preisgekrönte, geprüfte Abstellanlage zu einem konkurrenzfähigen Preis mit einheitlicher CI produziert. Zusätzlich können Radständer aus regionalem Nockholz für spezielle Anforderungen angeboten werden.

In der KEM Millstätter See wurde diese Maßnahme von mehreren bewusstseinsbildenden Aktionen und Veranstaltungen begleitet. So gab es einen Radlpass mit dem bei Einkaufsfahrten Stempel für ein Gewinnspiel mit vielen regionalen Preisen der teilnehmenden Betriebe gesammelt werden konnten und gemeinsam mit der Radlobby einen Radaktionstag sowie eine Plakataktion für das Radfahren im Alltag. Auch diese Aktionen wurden sowohl von den Betrieben, Institutionen und RadfahrerInnen sehr gut angenommen. 

In der KEM Millstätter See konnten durch die Initiative so u.a. mind. 200 hochwertige Fahrradstellplätze neu geschaffen werden. Weitere Bestellungen sind noch in Vorbereitung.

Projektablauf

Zu Projektbeginn fanden zahlreiche Abstimmungsgespräche mit den Tourismusregionen und den Nachbar KEM-Regionen statt. Innerhalb kurzer Zeit konnten die Voraussetzungen abgeklärt, geeignete Modelle ausgewählt und die Gestaltung des Infofolders festgelegt werden. Dabei wurde auch auf bestehende Informationsbroschüren (z.B. des Landes, Radlobby, etc.) zurückgegriffen. Dadurch konnten die Informationen nach sehr kurzer Zeit den Gemeinden und Betrieben vorgestellt werden. Diese wurden bei den ersten Bestellungen (Sammelbestellungen) und bei etwaigen Förderungsanträgen (z.B. e5 Förderung) unterstützt.

Durch die öffentlichkeitswirksamen Begleitaktionen konnte auch auf die Aktion verwiesen werden bzw. wurde von den RadfahrerInnen bestätigt, dass eine Verbesserung der Infrastruktur dringend notwendig ist.

Angabe / Abschätzung der Kosten in EUR

Neben dem Personalaufwand für die Projektkoordination entstanden lediglich geringe Kosten für Öffentlichkeitsarbeit und Bewerbung des Angebotes. Zu Beginn gab es als zusätzlichen Anreiz für die Umsetzung einen Unterstützungsbeitrag je Standort, wenn dabei die Anforderungen aus dem Infofolder sichergestellt waren.

Nachweisbare CO2 Einsparungen in Tonnen

Die konkreten Auswirkungen der Errichtung von Abstellanlagen und bewusstseinsbildenden Maßnahmen lassen sich bei diesem Projekt schwer einschätzen, daher wurde eine genaue Bezifferung der CO2 Einsparung derzeit nicht durchgeführt.

Projekterfolge (Auszeichungen) / Rückschläge in der Umsetzung

Im Zuge einer Postkartenaktion von e5 Kärnten wurde auf die Radaktionen in der Region verwiesen. Bei weiteren Wettbewerben wurde das Projekt nicht eingereicht.

Speziell durch die Situation rund um Corona kam es zu Schwierigkeiten bei Materiallieferungen und auch der Arbeitskräftemangel sowie die hohen Energiekosten haben dazu beigetragen, dass das regionale Unternehmen, welches die Abstellanlage errichten sollte, keine Kapazitäten mehr hatte und somit auf andere Hersteller zurückgegriffen werden musste.

Nachhaltige Perspektiven

Die Kooperation mit den ProjektpartnerInnen hat ausgezeichnet funktioniert. Alle haben in ihren Kompetenzbereichen die wesentlichen Aspekte abgeklärt und somit zur erfolgreichen Umsetzung des Projektes beigetragen.

Modellregions-Manager

Oberzaucher Georg
DI Oberzaucher Georg

     43-4246-29406
     43-699-18228800
     georg.oberzaucher@nockregion-ok.at
Ort
Radenthein

"Eine gute Fahrradinfrastruktur ist die Grundvoraussetzung, dass das Fahrrad auch vermehrt für Fahrten im Alltag aber auch in der Freizeit genutzt wird. Dazu zählen jedoch nicht nur Radwege, deren Umsetzung meist einen längeren Zeitraum in Anspruch nimmt. Vor allem kleinere Maßnahmen können hier auch einen wichtigen Beitrag leisten. Insbesondere da Fahrräder auch oft einen hohen Wert haben ist eine geeignete Abstellanlage mit sicherer Versperrbarkeit eine wichtige Voraussetzung. Es hat sich bei diesem Projekt gezeigt, dass mit gut aufbereiteten Informationen und einfacher Abwicklung auch entsprechende Impulse für die Umsetzung geleistet werden können."